Frei für alle Konfessionen - Frei für (fast) alle Weltanschauungen
Farbentragend - fakultativ schlagend 

Studentische Verbindung Ceres zu Nürtingen 1875/1964

Home

Grundgedanken und Ziele der Ceres

Weshalb in eine Studentenverbindung?

Wer passt zu uns?

So werde ich Mitglied

Geschichte der Ceres

Mehr über die Ceres

Allgemeine Grundsätze

Geschichte der Verbindungen

Gästebuch

Gaudeamus igitur - Studentische Verbindungen einst und jetzt

Vorläufer der Verbindungen

 

Die Entwicklung der modernen Universitäten begann im hohen Mittelalter in Italien. Zunächst oblag die akademische Ausbildung dem freien Unternehmertum. Der Erfolg hing von der Leistung des Lehrenden ab.

 

In Bologna war die Gesamtheit der Studenten Träger der Hochschule. Dort schlossen sich erstmals Studierende in "nationes" zusammen. An der Universität Paris bildeten sich ebenfalls landsmannschaftliche Zusammenschlüsse.

 

In Deutschland erfolgten Universitätsgründungen 1348 in Prag, 1365 in Wien und 1386 in Heidelberg.

 

Übernommen wurde die Organisationsform der Pariser Universität. So gab es in Paris zum Beispiel vier Nationen:  (französische, pikardische, normannische und  englische). In Prag waren es die Böhmen, Bayern, Sachsen und Polen.

 

Die Studenten der einzelnen Herkunftsländer lebten gemeinsam in sogenannten Bursen. Dort wurden sie auch unterrichtet. Die letzten Bursen wurde 1830 in Leipzig aufgehoben.

 

Beginn der Verbindungen heutiger Ausprägung

 

In der Mitte des 18. Jahrhunderts ( beginnende Aufklärung ) traten neben die Landsmannschaften sogenannte Orden, die Elemente der Freimaurerbewegung

übernahmen, wie das Lebensbundprinzip und die Abschottung nach außen. Zwischen den Landsmannschaften alter Prägung und den Orden bestand gegenseitige Feindschaft. Auseinandersetzungen wurden in Form von Mensuren ausgetragen.

 

Die beiden studentischen Gruppen wurden, insbesondere nach der französischen Revolution den staatlichen Behörden suspekt. 1793 wurden sie verboten.

 

Die Veränderung der Territorialverhältnisse im Kleinstaatendeutschland durch Napoleon führte zu einigen überzähligen Universitäten, die aufgehoben wurden, aber auch zu Neugründungen.

 

In diesem Zusammenhang bildete sich der neue Verbindungstyp heraus. Er

übernahm von den alten Landsmannschaften das Rekrutierungssystem und den Comment (Der Comment regelte in den Bursen das Zusammenleben und  den Ablauf der Zusammenkünfte). Von den Orden wurde die Freiwilligkeit des Beitritts und das Lebensbundprinzip übernommen.

 

Die Verbindungen waren zunächst unpolitisch. Im Zuge der französischen Vor- und Fremdherrschaft änderte sich dies wie bei vielen anderen Deutschen auch. Ziel war ein geeintes Volk, in einem geeinten Statt unter den Leitmotiven Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

 

Dies ging nun den Landesfürsten zu weit. So wurden die Verbindungen am 20.9.1819  vom Bundestag in Frankfurt verboten. Erst 1848 mit der Einführung der Vereinsfreiheit konnten sie wieder öffentlich auftreten.

 

Ab hier folgt nun die hohe Zeit der Neugründungen. Da gab es die Verbindungen mit Bestimmungs- und freiwilliger Mensur. Solche mit Mensurverbot, mit und ohne Farben, sowie konfessionell gebundene. Schon vor 1914 gab es Frauenverbindungen.

 

Nach dem 1. Weltkrieg wurde die strikte Trennung der Universitäts- und  Hochschulverbindungen aufgehoben. Insbesondere kehrte auch Frieden unter den Dachverbänden ein. Das gegenseitige in Verruf  bringen wegen unterschiedlicher Duellstandpunkt hatte ein Ende.

 

Man könnte nun glauben, alles eitel Sonnenschein. Nein, denn auch die Korporationen, wie übrigens auch weite Teile der deutschen Öffentlichkeit, erkannten die Ernennung Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 nicht als Wendepunkt der Geschichte. Schon 1933 gab sich die "Deutsche Studentenschaft " eine neue Verfassung. Das dort niedergelegte Führerprinzip hatten auch alle anderen studentischen Vereinigungen zu übernehmen. Diese Prinzip widersprach eindeutig dem grundsätzlich demokratischen Aufbau der Korporationen. Als nächste Repression durften keine jüdischen Kommilitonen aufgenommen werden, sowie jüdisch versippte Alte Herren sollten ausgeschlossen werden. Das dies beim Lebensbundprinzip der Verbindungen an den Nerv ging kann man sich vorstellen. Ab nun wurden zwei  Anschriftenverzeichnisse geführt. Es soll nicht verschwiegen werden, das es auch  antisemitisch eingestellte Verbindungen gab. Aber diese hatten obige Probleme nicht, da sie keine betroffenen Mitglieder hatten.

 

Die jüdischen Verbindungen wurde alle, bis auf das zionistische Kartell verboten. Die Nazis unterstützten das zionistische Modell, da sie zunächst die Auswanderung der Juden wollten. Erst später  wurde die sogenannte Endlösung beschlossen.

 

Die christlichen Verbindungen sahen sich stärksten Pressionen ausgesetzt. Ab 1934 wurden  die Dachverbände zwangsfusioniert ( gleichgeschaltet). Die Verbindungen wurden verpflichtet Wohnkameradschaften zu bilden, deren Führer eine einjährige Parteischulung hatten. Das öffentliche Farbentragen wurde verboten, weil der CV anlässlich der Fronleichnamsprozession chargiert hat. Nach dem "Heidelberger Spargelessen" am 21.5.1936 verbot Baldur von Schirach allen Angehörigen der  Hitlerjugend den Beitritt zu Verbindungen.

 

Die Dachverbände konnten den Druck der Nazis nicht mehr kompensieren, so dass sie sich 1936 auflösten. Weiterhin trennten sich in vielen Verbindungen formell oder informell je nach Lage der Aktivitas die Alten Herren von diesen. Ziel war es eine intakte Altherrenschaft zu behalten, um von dort her immer wieder den Verbindungsgedanken in die Studentenschaft zu tragen.

 

Am Ende des Sommersemesters 1936 gab es rd. 55.000 männliche Studierende, davon waren 7.604 in Kameradschaften organisiert. Die Verbindungen hatten ein Jahr zuvor noch die doppelte Mitgliederzahl.

 

Kein Zweifel, diese Lage musste aus Parteisicht geändert werden.  Den Kameradschaften, bzw. Wehrschaften fehlte die finanzielle  und räumliche Ausstattung der Verbindungen. In einer Diktatur kann dies sehr leicht geändert werden, indem man die Verbindungen verpflichtet Patenschaften zu übernehmen und sich zugleich in die Verbindungshäuser einnistet. Teilweise wurden die Häuser wie bei den christlichen Verbindungen gleich eingezogen, bei den anderen Korporationen erfolgte dies 1938.

 

Dieser Einzug hatte weitreichende Folgen, denn nach dem 2. Weltkrieg galten diese Häuser als Eigentum der NS Organisation. Es dauerte Jahre bis in langwierigen Prozessen das Eigentum wieder erlangt werden konnte.

Auch war nach dem Kriegsende das Verhältnis  zwischen Verbindungen und  Hochschulen sehr schlecht. Wo es ging wurden Verbote ausgesprochen, wie zum Beispiel das Tragen der Farben in der Öffentlichkeit (Zugegebenerweise keine originelle Idee - siehe weiter oben). Vermutlich wollten auch die Verantwortlichen durch vorauseilenden Gehorsam von der eigenen Vergangenheit ablenken.

Achtung: Vom Landgericht Hamburg wurde mit Urteil vom 12. Mai 1998 entschieden, dass der Betreiber einer Homepage durch die Einrichtung von Links die Inhalte der gelinkten Seiten gegebenenfalls mit zu verantworten hat. Dies könne nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Für alle Links innerhalb der Seiten der Stud. Verbindung Ceres, einschließlich allen Links in evtl. vorhandenen Linklisten oder Foren gilt daher: Die Stud. Verbindung Ceres hat auf Gestaltung und Inhalte der gelinkten Seiten keinerlei Einfluss; sie distanziert sich deshalb von den Inhalten der gelinkten Seiten sowie deren Unterseiten und macht sich deren Inhalte nicht zu eigen.

Kontaktadressen

Chargen

Semesterprogramm

Direktkontakt

 

 

 

 

webmaster@studentenverbindung-ceres.de
www.bauer-etikett.de